Die Pflanze des Monats
Ginkgo - Im Pflanzenreich nimmt der Ginkgo eine Sonderstellung ein. Er ist ein heiliger Baum des Ostens, ein Symbol für die Einheit von Gegensätzen. Der Ginkgo ist weder ein Nadelbaum noch ein Laubgehölz, sondern gehört zu den nacktsamigen Palmfarnen. Er ist das einzige noch lebende Bindeglied zwischen Farnpflanzen und höheren Pflanzen. Seit langem ist der Baum in China und Japan in Tempelgärten gepflanzt worden. In der Nähe von Weihestätten und Schlössern als Schutz gegen Feuer und wegen seiner Samen und Schönheit. Alte Ginkgo-Bäume werden in Japan wie Götter verehrt.
Der Ginkgo ist sehr widerstandsfähig und besitzt eine außergewöhnliche, natürliche Immunität gegenüber Schädlingen, Umweltverschmutzung, sowie unverträgliche Bakterien und Viren.
Reiders Tipp
- Wenn Sie Sträucher oder Bäume umsetzen möchten, sind die Herbstmonate dafür günstig. Graben Sie die Gehölze mit einem möglichst großen durchwurzelten Erdballen aus und setzen ihn ebenso großzügig wieder ein. Wichtig bei vielen Arten ist ein kräftiger Rückschnitt, damit sie sicher anwachsen.
- Frostempfindliche, immergrüne Laubgehölze mit Patentkali versorgen.
Bonsai – der Miniaturbaum
Bonsai bedeutet „Baum in der Schale.“ Er ist ein durch Formschnitt, Wurzelschnitt, Blattschnitt und Drahtung künstlich klein gehaltener Baum oder Strauch. Früher war es eine Kunst, mit der sich buddhistische Priester oder Samurai beschäftigten. Traditionell werden Kiefern, Wacholder, Ahorne, asiatische Ulmenarten, Azaleen, Kulturapfel oder Jap. Aprikose verwendet. Ihre großen Brüder, die Gartenbonsai, eignen sich besonders aufgrund ihrer kompakten und individuellen Wuchsform für die Gestaltung von Vorgärten.
Mit der richtigen Pflege können Bonsai-Bäume ohne weiteres mehrere hundert Jahre alt werden. Immer mehr jüngere Leute entdecken heute den Bonsai als Dekoration für die Wohnung. Besonders beliebt sind neuere Sorten, die verhältnismäßig leicht zu pflegen sind.


